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Eine Website oder App für Menschen mit Behinderung
Barrierefreiheit · 4 Min. Lesezeit

Eine Website oder App für Menschen mit Behinderung

K Von Katja Poltavets

Das übliche Maß an Benutzerfreundlichkeit einer App oder Website funktioniert einfach nicht für alle Nutzer. Wenn deine Website vor allem von einer speziellen Zielgruppe besucht wird, ist es enorm wichtig, genau zu wissen, wo bei ihr der Schuh drückt, und deinen Ansatz darauf abzustimmen. Wir erzählen dir gerne mehr über unsere Sicht und unsere Tipps für die Entwicklung und Einrichtung von Websites und Apps für Menschen mit Behinderung.

Ganz unterschiedliche körperliche oder geistige Behinderungen können dafür sorgen, dass eine Website schwerer zu nutzen ist. Das kann eine körperliche Einschränkung sein, aber auch eine mentale oder emotionale Einschränkung kann eine Rolle spielen. Besucherinnen und Besucher, zum Beispiel mit Autismus, Sprachschwierigkeiten oder motorischen Einschränkungen, erleben eine Website auf ganz andere Weise. Wir verstehen gut, dass du deine Zielgruppe auf jede erdenkliche Art unterstützen willst, und helfen dir dabei gerne.

Blinde, sehbehinderte und visuell reizempfindliche Nutzer

Eine App oder Website bleibt im Kern ein visuelles Medium, und genau das ist für Menschen mit einer Sehbehinderung eine riesige Hürde.

Was können wir tun?

Wenn du Code richtig einsetzt, kannst du visuelle Elemente durch gleichwertigen Text ersetzen. Für Sehbehinderte machst du mit Farbkontrast, vergrößerbaren Texten und klaren Bedienmustern einen riesigen Unterschied.

Was kannst du tun?

Versuche, deinen Text klar zu schreiben und vor allem nicht zu langatmig. Indem du deine Texte knapp hältst, verringerst du den Aufwand für den Nutzer.

Eine Website für Menschen mit einer Sprachbehinderung

Für Webnutzer mit Sprachschwierigkeiten oder Legasthenie lohnt es sich, die Website so weit wie möglich auf nicht-textliche Elemente zu stützen, etwa Bilder, Audio und Video.

Was können wir tun?

Eine Seite logisch aufbauen und so visuell wie möglich machen, indem wir die Elemente in eine sinnvolle Reihenfolge bringen. Nutzer mit Erklärungen und Alternativen unterstützen, zum Beispiel mit Suchvorschlägen in der Suchleiste.

Was kannst du tun?

Vermeide lange und unübersichtlich wirkende Texte, indem du die wichtigen Teile so kurz und klar wie möglich formulierst. Vermeide schwierige Wörter und bildhafte Sprache, und füge dort, wo es passt, Bildunterschriften hinzu.

Körperliche oder motorische Behinderung

Webnutzer mit einer körperlichen Einschränkung, etwa eingeschränkter Motorik wie zitternden Händen, haben oft keine Probleme mit dem Inhalt selbst, sondern nur mit der Bedienung der Website.

Was können wir tun?

Wenn du die Bedienung von der Maus auf die Tastatur verlagerst, wird die Nutzung schon ein ganzes Stück einfacher. Mach die Klickbereiche so groß wie möglich, mit breiten Schaltflächen und Eingabefeldern.

Was kannst du tun?

Automatisiere die Dateneingabe, wo du kannst, indem du dir die Angaben des Nutzers merkst, damit so wenige Handgriffe wie irgend möglich nötig sind.

Kognitiv oder intellektuell

Menschen mit einer kognitiven oder intellektuellen Behinderung können mit Dingen wie Gedächtnis, Konzentration und dem Erkennen von Zusammenhängen zu kämpfen haben.

Was können wir tun?

Auf so einer Website sollte sich alles um logische Handlungen drehen, und diese Handlungen sollten so weit wie möglich zusammengefasst werden, um die Zahl der Schritte zu begrenzen. Teile Text in kleine Blöcke auf und bring die Handlungen in eine klare Reihenfolge.

Was kannst du tun?

Biete persönliche Unterstützung als Kontaktmöglichkeit an und wandle geschriebene Informationen so weit wie möglich in visuelle Formen oder Flussdiagramme um.

Gehör

Gehörlose oder schwerhörige Nutzer sollten genau dieselben Informationen bekommen können wie alle anderen.

Was können wir tun?

Versieh Audio und Video mit Untertiteln und Transkripten, damit sich alle Informationen auch ohne Ton verfolgen lassen.

Was kannst du tun?

Halte die Sprache so einfach und konkret wie möglich und vermeide Umgangssprache. Biete außerdem genug schriftliche Kontaktmöglichkeiten an, etwa E-Mail oder Chat.

Zum Schluss

Das Allerwichtigste ist, dass du ein klares Bild davon hast, wo ein Nutzer hängenbleiben könnte, und wie du darauf reagierst. Gutes Design und Benutzerfreundlichkeit müssen sich nicht im Weg stehen. Im Gegenteil: Sie verstärken sich gegenseitig.

Willst du eine Website oder App, die wirklich für alle funktioniert? Verständlich. KNALGEEL denkt gerne mit. Bei einer guten Tasse Kaffee finden wir gemeinsam heraus, wo bei deiner Zielgruppe der Schuh drückt.

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Geschrieben von

Katja Poltavets

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